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Die 10 größten Stadien im Irak

Fußball ist die überwältigende Nationalleidenschaft im Irak, einem Land, dessen Triumph beim Asian Cup 2007 eine der ergreifendsten Geschichten des Sports bleibt. Nachdem Konflikt und Sanktionen jahrzehntelang die Nationalmannschaft zwangen, „Heimspiele" im Ausland auszutragen, hat der Irak moderne Stadien gebaut und kehrt allmählich dazu zurück, internationalen Fußball auf eigenem Boden auszurichten, vor allem mit dem Golfpokal 2023 in Basra. Alle folgenden Stadien finden sich auf der Karte.

1. Internationales Stadion Basra, Basra

Kapazität: rund 65.000. Das größte und modernste Stadion des Irak, in der südlichen Hafenstadt Basra, 2013 eröffnet. Seine markante Außenhaut, einer Palmwedel nachempfunden, macht es zu einer der unverwechselbarsten Anlagen des Nahen Ostens. Es trug 2023 den Arabischen Golfpokal aus, einen Markstein in der Rückkehr des Irak zur Ausrichtung großer Turniere, und ist eine Hauptheimat der Nationalmannschaft.

2. Basra Sports City (zweites Stadion), Basra

Kapazität: rund 30.000. Teil desselben großen Komplexes Basra Sports City, stützt dieses Nebenstadion die große Hauptanlage und spiegelt das Ausmaß der Investitionen in die Sportinfrastruktur der südlichen Stadt.

3. Al-Madina International Stadium (Bagdad)

Kapazität: rund 30.000 (im Bau/Ausbau). Ein modernes Stadionprojekt in der Hauptstadt Bagdad, Teil des umfassenden Wiederaufbaus der Fußballinfrastruktur des Irak nach Jahren, in denen die Nationalmannschaft nicht zu Hause spielen konnte. Die Anlagen Bagdads sind zentral für die fußballerische Identität des Landes.

4. Al-Shaab-Stadion, Bagdad

Kapazität: rund 34.000. Das historische Nationalstadion des Irak in Bagdad, 1966 eröffnet. Jahrzehntelang war es die Hauptheimat des irakischen Fußballs und der Nationalmannschaft und trägt trotz des Aufstiegs neuerer, größerer Anlagen tiefe historische Bedeutung. Es bleibt eine wichtige Stätte in der Hauptstadt.

5. Franso-Hariri-Stadion, Erbil

Kapazität: rund 30.000. Die Hauptanlage von Erbil in der Region Kurdistan im Norden des Irak, Heimat von Erbil SC. Die relative Stabilität der Region Kurdistan bedeutete, dass in den schwierigsten Jahren mitunter nördliche Anlagen Fußball austrugen, als ein Großteil des Landes es nicht konnte.

6. Duhok-Stadion, Duhok

Kapazität: rund 25.000. Eine Anlage in der Stadt Duhok in der nördlichen Region Kurdistan, Heimat von Duhok SC. Sie ist Teil der Fußballinfrastruktur des relativ sicheren Nordens, der starke Klubs in der irakischen Liga hervorbrachte.

7. Internationales Stadion Karbala, Karbala

Kapazität: rund 30.000. Ein modernes Stadion in der heiligen Stadt Karbala in Zentralirak, Teil der Welle neuer Anlagen, die den Fußball des Landes modernisieren und internationale Spiele zurückholen sollten.

8. Internationales Stadion Najaf, Najaf

Kapazität: rund 30.000. Eine moderne Anlage in der Stadt Najaf, eine weitere der in den 2010ern im ganzen Irak errichteten neuen Stätten zum Wiederaufbau der nationalen Fußballinfrastruktur.

9. Al-Sadeer / Bagdader Klubanlagen

Kapazität: variiert. Bagdad beherbergt einen Cluster von Klubanlagen der großen Mannschaften der Hauptstadt — Al-Zawraa, Al-Quwa Al-Jawiya (Luftwaffenklub) und Al-Shorta (Polizei) —, die die Iraqi Stars League beherrschen und das Land im asiatischen Klubwettbewerb vertreten.

10. Al-Quwa Al-Jawiya / Luftwaffenklub-Stadion, Bagdad

Kapazität: variiert. Die Heimat von Al-Quwa Al-Jawiya, einem der erfolgreichsten Klubs des Irak und mehrfachem Sieger des AFC Cup. Die Bagdader Klubanlagen verankern zusammen die heimische Liga und die erbitterten Rivalitäten der Hauptstadt.

Das Wunder des Asian Cup 2007

Der größte fußballerische Moment des Irak kam 2007, als die Nationalmannschaft wider Erwarten den AFC Asian Cup gewann und im Finale Saudi-Arabien besiegte. Der Sieg, errungen von einem aus allen Gemeinschaften des Irak zusammengesetzten Kader während einer Phase intensiven inneren Konflikts, wurde zum Symbol nationaler Einheit und gilt als einer der ergreifendsten Triumphe der Fußballgeschichte. Die Mannschaft konnte in jener Ära nicht zu Hause spielen, was die Leistung umso bemerkenswerter macht.

Den Fußball zu Hause wieder aufbauen

Viele Jahre lang zwangen Krieg und Sicherheitsbedenken die irakische Nationalmannschaft, ihre „Heimspiele" in neutralen Ländern auszutragen, und FIFA-Beschränkungen begrenzten internationalen Fußball auf irakischem Boden. Der Bau moderner Stadien — Basra, Karbala, Najaf, Erbil — und die allmähliche Aufhebung der Beschränkungen ermöglichten die Rückkehr des großen Fußballs, gipfelnd in der erfolgreichen Austragung des Golfpokals 2023 in Basra, einem starken Symbol der Normalisierung.

Besuch irakischer Stätten

Die wichtigsten Stadien des Irak verteilen sich über das Land: Basra im Süden, Bagdad im Zentrum, die heiligen Städte Karbala und Najaf sowie Erbil und Duhok in der nördlichen Region Kurdistan. Sicherheits- und Reisebedingungen variieren erheblich nach Region. Die Karte zeigt die gesamte Verteilung der wieder aufgebauten Fußballinfrastruktur des Irak vom südlichen Hafen bis zu den nördlichen Bergen.